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Der Gini-Koeffizient oder auch Gini-Index ist ein statistisches Maß für die Ungleichverteilungen in einer Gruppe, das vom italienischen Statistiker Corrado Gini entwickelt wurde. Der Koeffizient hat Werte zwischen 0 und 1 (oder 0 und 100 %); 0 entspricht einer vollständigen Gleichverteilung, 1 bzw. 100 % einer vollständigen Konzentration bei einem Gruppenmitglied. Ungleichverteilungskoeffizienten lassen sich für jegliche Verteilungen berechnen. Der Gini-Koeffizient ist ein Maßstab für die Einkommens- und Vermögensverteilung einzelner Länder und somit als Hilfsmittel zur Klassifizierung von Ländern und ihrem zugehörigen Entwicklungsstand.
Der Gini-Koeffizient wird aus der Lorenz-Kurve der kumulierten Einkommen über der geordneten Liste der Teilnehmer (Haushalte/Personen/Länder) abgeleitet. Er ist das Verhältnis von zwei Flächen:
- der Differenzfläche zwischen der idealen Lorenz-Kurve für vollkommen gleichmäßige Verteilung der Einkommen (einer ansteigenden Geraden) und der realen Lorenz-Kurve, sowie
- der gesamten Fläche unter der idealen Kurve.
Er ist 0 für vollkommene Gleichverteilung (keine Differenzfläche) und 1 für vollkommene Ungleichverteilung, d. h. wenn nur eine Person das gesamte Einkommen hat (Alles ist Differenzfläche).
Siehe auch
Textquelle: verändert nach https://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient#Weblinks